Der US-Schauspieler Bill Cosby, der in der Rolle des Dr. Cliff Huxtable in der Sitcom „Cosby Show“ in den 1980er Jahren weltberühmt wurde, musste sich ab Anfang Juni in den USA vor Gericht verantworten. Über die Jahre hatten sich fast 60 Frauen gemeldet, die dem Star sexuelle Übergriffe vorwerfen, bei dem meistens starke Betäubungsmittel im Spiel waren. Eine der Frauen ging gegen Cosby vor Gericht. Am Ende konnte sich die zwölfköpfige Jury nicht auf ein Urteil für den US-Entertainer einigen. So endete der Prozess ohne Ergebnis. Cosby ist gegen Kaution auf freiem Fuß, bleibt aber angeklagt. Der zuständige Richter wünscht eine Neuauflage des Prozesses in spätestens vier Monaten. Nun wurde weitere Vergehen von Cosby bekannt.

Laut Chris Colombo, dem Nachkommen des früheren Mafia-Bosses Joseph Colombo, habe Cosby in den 80ern 100.000 Dollar bei illegalen Sportwetten gesetzt. Er habe vor allem viel auf die Miami Dolphins gesetzt. Colombo Junior saß ein Jahr im Gefängnis, da er einen illegalen Buchmacher betrieben hat, der mehrere Millionen Dollar pro Jahr umgesetzt hat. Laut dem Mafia-Sprößling soll Cosby am Höhepunkt seiner Berühmtheit mit der „Cosby Show“ pro Spiel regelmäßig bei ihm 5.000 Dollar gewettet haben. Beim Super Bowl des Jahres 1985 soll der Schauspieler 20.000 Dollar verloren haben, als er auf die Dolphins gesetzt hatte. Diese verloren damals das NFL-Endspiel gegen die San Francisco 49ers mit 38 zu 16.

Über die Jahre soll Cosby etwa 400.000 Dollar mit Sportwetten verloren haben. Chris Colombo habe sich meistens nicht persönlich um die Wetten gekümmert, denn das wäre ja illegal gewesen. Aber er wusste über alle Wetten Bescheid. Stattdessen sollen die Wetten durch den NBC Mitarbeiter Frank Scotti platziert worden sein, der zum persönlichen Assistenten von Cosby wurde. Er habe das Geld zu den Buchmachern gebracht. Die Gelder seien immer in Tüten übergeben worden. Chris Colombo habe Cosby über Sammy Davis Jr. kennengelernt.

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