Am Wochenende gewann Jon Jones den Hauptkampf von UFC 214 gegen Daniel Cormier und holte sich nach seiner Sperre von 462 Tagen den Gürtel im Halbschwergewicht zurück. In den ersten zwei Runden konnte Cormier noch gut mithalten. Doch dann traf Jones in der 3. Runde einen heftigen Kick. Jones legte mit Fäusten und Ellbogen nach und schickte seinen Gegner zu Boden. Davon erholte sich Cormier nicht mehr und der Ringrichter brach den Kampf ab. Unmittelbar nach seinem Sieg machte Jones klar, auf wen er es nun abgesehen hat: Brock Lesnar, den ehemaligen UFC-Champ der aktuell bei der Wrestling-Company WWE unter Vertrag steht. Und die ersten Buchmacher haben schon Wettmärkte auf diesen Kampf eröffnet.

Folgendes Statement gab Jon Jones nach dem Sieg zum besten: „Brock Lesnar, wenn du wissen willst, wie es sich anfühlt, von einem 20 Kilo leichteren Typen den Arsch versohlt zu bekommen, dann triff mich im Octagon.“ Mit der Ankündigung könnte nach Mayweather vs. McGregor der nächste Megafight anstehen. Die Antwort von Lesnar ließ nicht lange auf sich warten. Lesnar antwortete im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP: „Pass auf, was du dir wünschst, junger Mann … dein Wunsch könnte wahr werden.“

Aktuell steht Lesnar noch bei der WWE unter Vertrag, ist dort der WWE Universal Champion. Beim nächsten WWE Pay-per-View Summer Slam muss er seinen Titel gegen 3 Gegner verteidigen. Am Montag wurde in der WWE Raw-TV-Show angekündigt, dass Lesnar die Showkampf-Liga verlassen wird, sollte er beim SummerSlam am 20. August seinen Titel an Roman Reigns, Braun Strowman oder Samoa Joe verlieren.

Lesnars letztes UFC-Gastspiel endete mit einer Doping-Sperre, von der der 40-Jährige noch an die sieben Monate abzusitzen hat – ab dem Moment, in dem er offiziell von seinem UFC-Rücktritt zurücktritt und sich wieder dem Anti-Doping-Programm der USADA unterwirft. Zudem läuft Lesnars WWE-Vertrag erst im kommenden Frühjahr aus, nach WrestleMania 34. Lesnar war bei UFC eine Gelddruckmaschine und schon ein Mal Schwergewichts-Champion bei der UFC. Aus kommerzieller Sicht ist er der logische Gegner für Jones, der vielen als gewichtsklassenübergreifend bester MMA-Fighter überhaupt gilt.

US-Buchmacher Bovada reagierte am schnellsten und eröffnete den Wettmarkt für den UFC-Superfigt. Jones ging mit einer Quote von -350 ins Rennen. Brock Lesnar bekam eine +265. Lesnar hat seit UFC 200 nicht mehr im Octagon gekämpft. Rechnet man die Sperre und den noch laufenden Vertrag von Lesnar zusammen, kann der Kampf wohl frühestens Ende 2018 über die Bühne gehen.

UFC-Champ Connor McGregor hat mit seinem bevorstehenden Fight gegen Box-Champ Floyd Mayweather gezeigt, dass auch MMA-Kämpfer richtig große Preisgelder verdienen können. Jon Jones hat das schnell begriffen und will ihm wohl nacheifern. Wenn Jones eine Gewichtsklasse aufsteigen würde und im Schwergewicht gegen den amtierenden Champion Stipe Miocic kämpfen würde, würde das nicht für so viel Aufsehen sorgen. Und zudem auch nicht so viel Geld versprechen. Höchstens die UFC-Fans würden sich seiner Meinung nach auf so einen Kampf freuen. Die breite Öffentlichkeit würde aber davon gar nichts mitbekommen.

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